Sie war zu früh geboren, um Bischöfin werden zu können, heißt es über Eva Petrik. Unzweifelhaft haben in der Katholischen Kirche nach wie vor Männer das Sagen. Aber gerade das hat Frauen wie Eva Petrik schon immer angestachelt, nicht den Mund zu halten. Sie verlangte in der Affäre Groer schonungslose Aufklärung von „ihrer“ Kirche und hielt den Dialog mit anders christlichen und jüdischen Mitbürgern hoch. Acht Jahre lang gehörte Petrik zum Team von Erhard Buseks „Bunten Vögeln“ in der Wiener Kommunalpolitik. Unerschrocken kehrte sie ihrer Partei aber den Rücken, als diese auf Bundesebene mit der FPÖ koalierte. Als Präsidentin der Katholischen Aktion trat sie unumschränkt gegen Ausländerfeindlichkeit ein und begründete das „Lichtermeer“ mit. Das Buch zeichnet die Person der 2007 Verstorbenen in all ihren Facetten nach und zeigt an Texten aus Eva Petriks Nachlass, wie unverzichtbar diese selbstbewusste Vielfach-Frau für Kirche und Politik war.